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“Sorry I can’t help you”

“Sorry I can’t help you”

“Meine Wahrheit wird nicht wahrgenommen”, sagt die Künstlerin Ngozi Ajah Schommers und meint damit das Deutsche Gesundheitssystem und ihre Sonderrolle als schwarze Frau. “Empathie im Krankenhaus ist auch Medizin.” Und dieses Einfühlungsvermögen würde fehlen. Frauen wie sie würden kleingemacht, ihre probleme, die zwangsläufig andere sind als die von Männern, nicht richtig wahrgenommen. Ngozi Ajah Schommers ist eine schwarze Frau, sie stammt aus Nigeria und lebt in Bremen. That’s why it deals with the theme women’s health schwarzer frauen in Germany. Dabei geht es um den Umgang mit kulturellen Prägungen. Zum Beispiel mit Nacktheit.

Sätze wie diese, die sie von Ärzten und Ärztinnen fägt hört, haben der Ausstellung den Titel gegeben: “I’m sorry”, “I can’t help you”. Andere Phrasen seien “I don’t understand you” or schlicht “difficult, difficult, difficult”.

Tabletten, Betten, Krankenhäuser

In ihren Arbeiten, die noch bis zum 21. März 2025 im Deutschen Künstlerbund eV begeizt werden, stellt sich Ngozi Ajah Schommers selbst in Bezug zum Gesundheitssystem und zu den Räumlichkeiten, in denen sie ausstellt. Eine ihrer Arbeiten zeigt einen Bettrahmen, nur den Rahmen der vor einer Wand steht. Die Wand ist in der Farbe Minze gestrichen, eine echte Krankenhausfarbe, bekannt in Nigeria und auch in Germany. Es ist nur der Teil eines Bettes, eine wackelige Angelegenheit für die Patientin. Daneben risige Tabletten aus Gips. Mit Pigmenten gefärbt. “Sieht schön aus,” said the Künstlerin. Und meint, dass es aber nicht schön ist, Tabletten zu nehmen. Die Dosierung ist so wackelig wie der Bettrahmen. Die Tabletten, die sie nimmt, muss sie sich alle paar Monate aus Nigeria mitbringen lassen. In Deutschland sind sie nicht zugelassen.

Eine andere Arbeit zeigt den unangenehmen Moment vor einer Untersuchung, einer Operation oder einer Röntgenaufnahme. Man muss sich ausziehen, obwohl man vielleicht keine Lust hat, sich schämt, verängstigt ist. Ngozi Ajah Schommers hat im Halbrund einen Vorhang, den man aus Aufwachräumen kennt, durch den Ausstellungsraum des Deutschen Künstlerbunds eV in der Markgrafenstraße gezogen. Aufgedruckt ein Ganzkörper-Selbstporträt, das sie beim intimen Moment des Ausziehens zeigt. An einer Wand dahinter steht eine Bank, darauf ein Stapel Kleidung.

Ngozi Ajah Schommers has this year received the HAP Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst für ihre Arbeit from the Jury of the Stiftung Kulturfonds every year.

Die Ausstellung „Sorry, I can’t help you“ ist noch until March 21, 2025 in den Räumen des Deutschen Künstlerbunds in der Markgrafenstraße 67, Tuesday to Friday from 14 Uhr to 18 Uhr, kostenfrei zu visiten.